Warum das Bauchfett zu verlieren für die Frau so schwierig ist

Es gibt Frauen, die von Natur aus damit gesegnet sind keinen Bauch zu bekommen und herzhaft nach Lust und Laune zu essen. „Der Neid könnte mich fressen“, wenn es auf dieser Welt Gerechtigkeit gibt, dann bestimmt nicht hier, so der Gedanke vieler Frauen die genetisch nicht auf die „Zuckerseite“ des „flachen Bauch-Lifestyles“ gefallen sind. Aber sind wir uns ehrlich, unser Bauchfett ist allerhöchstens ein Luxusproblem, wenn überhaupt, denn eines ist gewiss: aus evolutionärer Sicht ist ein wenig Bauchfett sogar gesund und wichtig. Aber wen interessiert dies heute schon, wenn das schlanke Schönheitsideal auf Instagram und Co die Welt regiert.

Was hat sich Gott dabei Gedacht, als er die Frau mit Bauchfett ausgestattet hat?

Um zu verstehen, wie wir gesund und nachhaltig Bauchfett verlieren können, macht es Sinn die Sinnhaftigkeit von Bauchfett zu kennen. Denn dann ist es mehr oder weniger möglich unseren Lebensstil so anzupassen, dass Bauchfett nicht nur effektiv reduziert wird, sondern auch reduziert bleibt.


Der menschliche Körper ist eine sehr intelligente Effizienzmaschine. Er schafft es, sich in kürzester Zeit auf neue Situationen einzustellen. Mit einer Fülle an Schutzmechanismen ausgestattet, sichert unser Körper automatisch unser Leben und unsere Gesundheit. Diese Mechanismen haben sich über viele tausend Jahre hinweg entwickelt. Ein Mechanismus ist die Speicherfähigkeit von Fett, als Reserve für „schlechte“ Zeiten. Dieser Mechanismus wird aktiviert, wenn der Körper unter anderem Signale erhält, die er für „nicht normal“ hält. Die Gründe können vielseitig sein (genetisch, hormonell, stressbedingt, etc..). Aus diesem Grund ist es durchaus relevant bei dem Versuch Körperfett zu verlieren, sich seinen Alltag und Lebensstil genauer anzusehen, in sich hineinzuhören und Gefahrenquellen für Signale zu erkennen.


Bauchfett verlieren ohne auf Zucker gänzlich zu verzichten

Eine Gefahrenquelle ist der heißgeliebte Zucker. Die Einnahme von Zucker bedeutet für den Körper Stress (diese Art von Stress nehmen wir heute eigentlich nicht mehr wahr). Unsere Bauchspeicheldrüse (Beta-Zellen) muss dann Insulin (Hormon) produzieren, welches benötigt wird um die Glukose aus dem Blut in die Zellen zu transportieren wo diese zur Energiegewinnung herangezogen wird. Steigt unser Blutzucker, steigt somit auch die Insulinausschüttung. Das Problem dabei ist nur, wenn wir diesen Mechanismus im Körper aktivieren, ohne dabei den Nutzen daraus zu ziehen. Was machen wir denn jetzt mit dieser Energie? Oder besser gesagt: Was soll unser Körper jetzt mit dieser Energie anfangen? Diese Frage stellt sich insbesondere dann, wenn wir Zucker im Ruhezustand zuführen. Auf die Frage um welchen Zucker (Einfach- oder Mehrfachzucker *) es sich handelt, möchten wir hier erst gar nicht eingehen.


* Die Energie von Einfachzucker ist sehr schnell verfügbar, diese Energie schwindet aber auch sehr schnell wieder. Mehrfachzucker hingegen kann die daraus gewonnene Energie im Körper nicht so schnell freisetzen, dafür ist die Energie länger verfügbar. Es ändert aber nichts daran, dass es Zucker ist.


Diese ungenutzte Energie muss der Körper nun aber in irgendeiner Art und Weise weiter verarbeiten. Und hier kommen nun auch unsere Fettdepots ins Spiel. Versetzen wir uns in die Lage unseres Körpers und versuchen wir gemeinsam unseren Körper und seine Mechanismen zu verstehen.


Die Zuckerfalle und wie unser Körper über Körperfett denkt

Der klassische Alltag einer modernen berufstätigen Mutter ist voller Verpflichtungen und gefüllt mit zahlreichen Aufgaben, die den Geist, die Seele und demnach auch den Körper ziemlich auf Trab halten. Eine gesunde Ernährung, Zeit für Ruhepausen und Erholung bleiben da oft auf der Strecke. Speziell dieser heimtückische Stress, der in unserem Körper bei körperlicher Inaktivität brodelt (Distress), ist da ganz gefährlich. Unser Körper denkt sich in diesem Fall bei körperlicher Inaktivität, dass er nun durch diesen Stress Leistung erbringen muss und fährt unser System hoch. Vielleicht haben wir zu diesem Zeitpunkt auch noch nicht wirklich etwas gegessen und setzen unserem Körper im nüchternen Zustand einem momentanen Nährstoffdefizit aus. Jetzt klingeln im Körper die Alarmanlagen: Ausnahmezustand!


Diese mehr oder weniger simulierte, dem Körper vorgegaukelte Gefahrensituation bewirkt, dass der Körper in eine Art Notfallsystem umschaltet. Dies kann sich in Form von Heißhunger äußern und nun ist es soweit. Wir sehnen uns plötzlich ganz stark nach einem großen Zuckerschub, der Körper will es jetzt auf der Stelle und am besten ganz viel davon. Und weil er in diesem nüchternen Zustand denkt, dass „schlechte Zeiten“ bevorstehen, will er einen großen Teil des Zuckers gleich einmal in Form von Fett einlagern um das Überleben zu sichern.


So passiert es ganz einfach und von außen betrachtet relativ unauffällig (schleichend) dass wir unseren Körper unbewusst etwas vorlügen, was gar nicht der Fall ist. Es gibt heute praktisch keine echte Gefahrensituation, welche diesen Mechanismus des Körpers rechtfertigt. Im Prinzip ist es ein „mit Kanonen auf Spatzen schießen“, eine Situation die im Grunde genommen durch Fehlkommunikationen zwischen unserem Bewusstsein und unserem Körper passiert.


Die Zuckerfalle: Einmal ist Keinmal, oder?

Die Zuckerfalle - aber wo sind die versteckten Zucker?

Unser Körper kann viel aushalten, wirklich viel. Einmalige oder selten vorgegaukelte Gefahrensituationen kann der Körper mit Leichtigkeit kompensieren. Problematisch wird es dann, wenn solche Situationen öfter oder sogar regelmäßig entstehen. Stellen Sie sich vor, sie haben einen stressigen Tag und essen dazwischen immer wieder schnell ein paar Bissen von etwas Zuckerhaltigem. Das stresst uns und unseren Körper dann gleich in mehrfacher Hinsicht und das wiederholt in kürzester Zeit. Da geht auch bald der fitteste Körper in die Knie. Und nun kommen die versteckten Zucker ins Spiel. Vermeintlich gesunde Nahrungsmittel (zB Obst-Smoothies, etc…) werden jetzt zur Gefahrenquelle. Ein Smoothie ist ja im Prinzip etwas Gesundes. Aber in dieser Situation überwiegen für den Körper die Nachteile. Der Zucker im Smoothie aktiviert im Distress-Modus leider den falschen Effekt (Mechanismus) im Körper.

Der beliebte Smoothie - wie viel Zucker ist denn da eigentlich darin enthalten?

Die gestresste Sekretärin, die zwischendurch im Büro immer wieder einen kräftigen Schluck ihres Smoothies macht, tut sich gerade jetzt nicht wirklich etwas Gutes.


Zuckerkonsum und Bauchfett verlieren - die große Verwirrung

Warum sprechen wir hier gerade so viel von Zucker und nicht fettreicher Nahrung? Es ist ein Trugschluss anzunehmen, dass fettes Essen der Hauptgrund für viel Bauchfett ist. In der Regel ernährt sich die gesundheitsbewusste Frau von heute sowieso fettarm. Auch die Werbung suggeriert permanent auf den Produkt-Verpackungen, dass es sich um extra fettarme Nahrung handelt. Zudem ist Fett in der Nahrung zu einem gewissen Grad für uns auch wichtig. Und Fett ist lange nicht so „hinterlistig“ wie der Zucker. Aus diesen Gründen ist es uns wichtig, den Zucker in den Vordergrund zu rücken.


Für Verwirrung sorgt aber sicherlich nun auch unser gewonnenes Wissen über den Zucker. Zucker ist doch auch sehr wichtig? Wir brauchen Zucker, wir brauchen Kohlenhydrate und wir brauchen ja auch Energie zum Denken und Handeln. Also warum ist dann Zucker für uns so schlecht und gefährlich?


Zucker ist eine Waffe und ein extrem effektiver Energielieferant

Wie es nun mal so ist mit Waffen, sollte man diese nur so weit wie möglich einsetzen. Zum Beispiel beim Sport oder gleich unmittelbar nach dem Sport. Speziell nach sportlichen Wettbewerben und intensiven Trainingseinheiten kann uns der heißgeliebte Zucker nichts anhaben. Genau JETZT in diesem Zeitfenster (also das Timing ist sehr wichtig) der körperlichen Aktivität (während der Aktivität und bis zu 2 Stunden danach) verwendet der Körper den Zucker um die geleerten Energiespeicher im Körper aufzufüllen und das ist höchst willkommen. Damit leiten wir nicht nur schnell Regenerationsprozesse ein, sondern verhindern Heißhunger und Einlagerungen in Fettdepots.


Achtung vor Nüchterntraining

Speziell für Frauen ist das Nüchterntraining (Training auf leerem Magen) sehr gefährlich. Durch Energiedefizite laufen wir Gefahr wieder in einen Teufelskreis zu kommen, der uns zunehmen lässt. Zudem ist für uns Hobbysportlerinnen der Nutzen von Nüchterntraining (um den Fettstoffwechsel zu optimieren) verschwindend gering und steht hinsichtlich der Gefahr in keiner Relation.


Unser Tipp um Bauchfett nachhaltig zu verlieren

Um Gewicht zu reduzieren ist natürlich eine gewisse negative Kalorienbilanz erforderlich. Dies sollte aber nicht übertrieben werden. Wir brauchen Energie um stark, vital, fit und gesund zu sein. Daher empfehlen wir es ja nicht zu übertreiben.


Und bitte essen wir doch etwas in der Früh oder zumindest eine Kleinigkeit vor dem Sport und vor einem stressigen Arbeitstag. So aktivieren wir schon einmal gewisse Prozesse im Körper, die uns dabei helfen, dem Köper nichts vorzugaukeln. Stärken wir vorab unseren Körper, damit er dem bevorstehenden Stress besser entgegentreten kann.

Doch am besten ist es, Stress und regelmäßig über den Tag verteilte Zuckerzufuhr zumindest in Kombination zu vermeiden. Das gilt auch bei jedem vernünftigem Abnehmprogramm für Frauen.


Die hilft nicht nur neben dem regelmäßigen Sport dabei Bauchfett zu verlieren, sondern sorgt auch für mehr Lebensqualität, Wohlbefinden und mehr Energie, die uns aktiv (auch im Sport) zur Verfügung steht.


Die fitboutique bietet auch den idealen Ernährungsplan zum Abnehmen für die Frau. Gerne kannst du dich hier informieren und mit dem freundlichen fitboutique-Team in Kontakt treten.


Hast du Fragen über dein Bauchfett?

Selbstverständlich kann es nun sein, dass du Fragen hast und nicht wirklich weißt, wie du damit jetzt umgehen und beginnen sollst, dein Bauchfett nachhaltig zu verlieren. Daher steht dir als fitboutique-Mitglied unser Team gerne mit Rat und Tat zur Seite.

Empfohlene Einträge

Archiv

Kategorien

Standorte

Belvederegasse 18
1040 Wien

Fasangartengasse 4a
1130 Wien

Musilplatz 15
1160 Wien

© fitboutique | Impressum | AGB | Datenschutz